
„Krise – kein Problem“. So wirbt ein Café nur ca. 200 Meter entfernt vom Haupteingang des Poltechnikums in der Patissio. Die Krise als Alltag? Es ist ein eigenartiger Effekt, wenn Straßenschlachten, Tränengas und Molotowcocktails zu Elementen der täglichen Routine werden. Erst recht durch meinen Besuch merke ich, wie sehr man die Ausschreitungen in sein Alltagshandeln integriert und akzeptiert hat.
Der heutige Tag gebärte sich ruhig, im sonntäglichen Schalf wie an jedem Wochenende. Einige der erst wieder Instand gesetzten Läden um die Politechnio waren bei den nächtlichen Kämpfen wieder Opfer der Zerstörung. Wenige Menschen sitzen auf dem Unigelände, Feuer spenden ihnen Wärme. Nachmittags am Syntagma ist außer einer Polizeiwache und einigen Sitzstdemonstranten kein Anzeichen für Unruhen zu finden. Es scheint, als atmet die Stadt einmal tief durch. Schwere Regengüße am Abend überschwemmen die Straßen und unterbinden vielleicht auch weitere Ausschreitungen.
Morgen gibt es eine weitere Demonstration. Mal sehen wie es weitergeht.











