In der letzten Nacht schossen Unbekannte auf einen Wachpolizisten vor dem Kultusministerium im Athener Viertel Exarchia. Der Mann wurde lebensgefährlich verletzt, zahlreiche Personen bei einer anschließenden Fahndung von der Polizei festgenommen.
Persönlich habe ich davon letzte Nacht nichts mitbekommen, nur die Absperrung der Straße am Abend verwies auf das Geschehen.
Verschiedene Artikel zum Nachlesen:
Spiegel
Süddeutsche
Tagesschau
BBC
Einträge markiert als ‘Uncategorized’
Januar 5, 2009
Schüsse auf einen Polizisten
Dezember 23, 2008
Kala Christujenna
Die letzten vorweihnachtlichen Tage scheinen das die Lage zu beruhigen, seit Sonntagmorgen gab es keine mir bekannten Vorkommnisse.
Ich selbst wünsche allen Lesern ein frohes Fest, danke für die große Aufmerksamkeit in den letzten Wochen. Für die nächsten drei Tag wird hier wahrscheinlich kein Eintrag erscheinen, da ich den heiligen Abend in Thessaloniki verbringen werde. Aber [...]
Dezember 21, 2008
Keine weiteren Vorkommnisse
Von der Polizei ebenso wie von den Randalierern der letzten Nacht war tagsüber nichts mehr zu sehen. Die Politechnio war, zumindest auf den Außenhöfen, fast leergefegt. Nur eine Prise Tränengas in der Luft referierte auf die letzte Nacht, ebenso unzählige Glassplitter der geworfenen Molotow-Cocktails. Die ausgebrannten Mülltonnen dienten wieder ihrer eigentlichen Funktion als Abfallbehälter.
Dezember 20, 2008
Weitere Unruhen am Samstag
Auch nach zwei Wochen sind die Aufstände um die Politechnio noch nicht beendet, wie die heuteige Nacht zeigt. Gegen 22.00 Uhr am Abend begannen die ersten Unruhen im Viertel. Mehrere kleine Feuer brannten, die Polizei marschierte auf.
Seit ca. 23 Uhr durchbrechen immer wieder Explosionen um die Politechnio die Nachtruhe. In meiner Straße kommt es wiederholt [...]
Dezember 18, 2008
Wiederholt gesperrte Straßen
Gestern Nachmittag unternahm ich einen Besuch bei meinem besetztem Institut, dem Departement of Mass Communication and Mass Media. Da die Fakultät kein eigenes Gebäude besitzt, sind Büro und Unterrichtsräume auf verschiedene Orte im Zentrum Athens verteilt. Vorlesungen werden in Nomiki, der nun besetzten juristischen Fakultät, abgehalten, Seminare finden zum Großteil in einer Seitenstraße der Ermou, [...]
Dezember 14, 2008
Aufflammen der Gefechte
Wenn ich meine Balkontür öffne, zieht eine Mischung aus Tränengas und verbranntem Müll in meine Nase, an mein Ohr gelangt eine untrennbare auditive Symbiose aus Explosionen, schrillen Alarmanlagen, Schreien, Polizeifunk, dem Aufprall von Steinen auf den Asphalt und Klirren zerberstender Scheiben. Nach zwei Nächten ohne große Ausschreitungen ist das Viertel Exarchia [...]
Dezember 13, 2008
Erneute Ausschreitungen
Gerade noch in der Taverne in Exarchia gesessen. Während des Essens kreist die ganze Zeit ein Hubschrauber über dem Viertel, der Sound der Rotoren bricht die griechische Sirtaki-Musik. Erste schwarze Vermummte passierten durch vor den Fenstern. Die Kellner beobachten erst die Straße, und beginnen dann, Tische und Stühle ins Innere zu tragen. Immer wieder laufen [...]
Dezember 13, 2008
„Mpatsoi – Gourounia – Dolofonoi“
„Polizisten – Mörder – Schweine“ hallte es die letzten Tagen immer wieder durch die Stadt. Doch heute ist die Straße still. Der Vormittag dieses Samstags, eine Woche nach dem Beginn der Ausschreitungen, wirkt wie ein gewöhnlicher, weiterer sonniger Dezembertag, bei dem Temperaturen bis zu 17 Grad erreichen können.
In der letzten Nacht konnte ich beruhigt schlafen, [...]
Dezember 11, 2008
Die wahren Gründe für die Ausschreitungen
An der Todesstelle von Alexandros Grigoropoulos liegen Blumen und Kuscheltiere, Kerzen flackern in der Dunkelheit. Immer wieder passieren Menschen, bleiben stehen, legen Blumen nieder, schreiben Texte auf einen Zettel und heften diesen an eine Wand. An der Kreuzung zweier Fußwege in Exarchia herrscht abends betroffenes Schweigen. Ein Mädchen kann ihre Tränen nicht unterdrücken und wird [...]
Dezember 11, 2008
Das Leben geht weiter
Im Athener Zentrum wirkte es heute fast, als hätte die Stadt die Ereignisse der letzten Tage komplett vergessen. Keine (mir bekannten) Straßenkämpfe, überall fließender Verkehr und volle Gehwege, geöffnete Läden (soweit nicht zerstört), keine kreisende Hubschauber oder brennende Mülltonnen. Vor dem Parlament war von einer Polizeipräsenz nichts zu spüren, als wäre alles nur ein schlechter [...]