Einmal Athen und zurueck

Bestandsaufnahme: Gut 31 Stunden unterwegs, 14 Stunden nur im Zug gesessen/gelegen, fast 18 Stunden in Athen gewesen, ein Tocotronic-Tshirt mit kristallinen Racingstreifen, Konsum von unzähligen Litern Flüssigkeit und Schlafdefizit hoch drei. Achja, und ich habe eine absolut oberhammermegaaffentittengeile Bude in Athen. Aber doch vielleicht doch erst mal eine chronologische Wiedergabe der ereignisreichen Stunden …

Freitagnacht gings mit Christina und Sabrina gegen 23 Uhr mit dem Nachtzug von Thessaloniki nach Athen, Ziel: eine Wohnung in Athen zu ergattern. Zum Glück hatten wir für den alten Zug Sitzplatzreservierungen, die uns stundenlanges Stehen ersparten. Aber die Sitze waren trotz allem nicht von der bequemen Sorte, so dass man sich durch die Nacht mit Mucke auf den Ohren im Halbschlaf durch Hellas fahren lies. Immer wieder wurde man geweckt durch den Schaffner, der lauthals schreiend die nächste Haltestelle kundtat. Der ganze Wagen wurde zu naechtlicher Stunde bei einer langen Auseinadersetzung zwischen einer Mutter mit Kind und mehreren Schaffnern aus der Dämmerung erhoben, da die Dame anscheinend ihren Sitzplatz nicht räumen wollte. Sehr lustig, aber auch anstrengend.

Im Dunkeln erreichte man dann Athen, und musste sich erst mal orientieren, in welchen Vierteln man vielleicht wohnen wollte. Uebernaechtigt und mit leichten Kreislaufproblemen meinerseits gings die ersten Schritte durch die noch schlummernde Stadt. In Griechenland hängen überall „Enikiasetä“-Aufkleber („Zu vermieten“) an nahezu jeder Hauswand, bei denen man einfach de Vermieter anrufen kann und einen Besichtigungstermin ausmacht. Nach einem kleinen Frühstück und dem Durchgehen von Zeitungen wurde telefoniert (auf Griechisch und Englisch), Termine ausgemacht und man suchte getrennt Straßen und Viertel nach „Enikiasetä“ ab. Allerdings waren die ersten interessanten Wohnungen unmöbliert, und anscheinend ist der Wohnungsmarkt für Studenten momentan noch im sommerlichen Schlummerzustand, und erwacht wohl erst in ca. zwei Wochen, wenn die griechischen Studenten ebenfalls nach Wohnungen suchen werden. An Sightseeing in der Metropole war sowieso nicht zu denken, das wird ab Ende September wiederholt werden. Nach weiteren Rückschlägen gings nachmittags abermals getrennt auf die Suche, trotz aller sinuskurvig verlaufenden Stimmung jedoch konstant erfolglos. Zusätzlich drückten die Hitze von 38/39 Grad und die Müdigkeit die Stimmung, aber an Aufgeben wurde nicht gedacht. Erste passende, aber zu teuere Wohnungen wurden gefunden, doch wir suchten lieber weiter. Derweil war das Guthaben von 10 Euro auf meinem Handy schon längst vertelefoniert. Während Sabrina sich abends noch ein WG-Zimmer anschaute, betrieben wir beiden anderen noch kurz eine Internetrecherche, und Christina fand doch noch einen Vermieter, der einen innerhalb einer Stunde noch schnell in eine Bude schauen ließ. Und diese Bude stellte sich dann als der absolute Wahnsinn heraus. Zentral, im 7. Stock mit fetter Dachterrasse, alles drin was man braucht, großes Zimmer mit großem Bett für mich, Aufzug, möbliert, Balkone, Ventilator und vieles mehr. Alles wurde klar Schiff gemacht, ich ziehe Ende September mit Christina dort ein, während Sabrina in der WG unterkam. Sprich, wir wurden alle für unsere Mühen des langen Tages mehr als nur belohnt, und zwar beim letzten Funken Hoffnung.

Vollgepumpt mit Glückshormonen war dann noch Zeit für einen kurzen Sightseeing- und feierlichen Biertrink-Abstecher ins Viertel Monastiraki, wo ich das erste Mal die Akropolis in ihrer vollen Pracht von unten betrachten dürfte. In einem Nachtzug mit (für mich) zu unbequemen und kleinen Betten dösten wir glücklich und zufrieden zurück in die nördlichen Gefilde Griechenlands.

Noch habe ich zwei Wochen Sprachkurs, dann wird wohl ein wenig durch Hellas gereist, und dann heißt es: Athen, meine Perle, ich komme!

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Thessaloniki

2 Antworten zu “Einmal Athen und zurueck

  1. Thieme

    hi thomas. bist ja mitten im hochsommer da unten angekommen! ist echt lustig, du doweit im süden und ich im norden – da sieht man den unterschied schon total am essen. die bilder aus dem restaurant, wo ihr wart, sind hammer 😉 um den ouzo beneide ich dich! bier ist in oslo wie gold – unbezahlbar. viel spaß noch und danke für deine verlinkung meines blogs. gruß thieme

  2. Anna

    Huhu Thomas! Herzlichen Glückwunsch zur geilen Wohung! ….. Wann kann ich vorbeikommen? 🙂

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