Aufräumarbeiten

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Der Alltag, mit all seinen Ausprägungen, ist in Athen wieder eingekehrt. Die Straßen sind bevölkert, der Verkehr ist laut, man trägt bei 18 Grad eine Sonnenbrille gegen die blendende Sonne und Taxifahrer nehmen sich gegenseitig fluchend die Vorfahrt.
Spuren der letzten Tage finden sich immer noch um die Politechnio. Zerstörte Ampeln werden ausgewechselt, Leuchtreklamen aufgehängt, Graffitis übermalt.

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So ruhig wie im Innenhof der Politechnio diesen Morgen wird es nach Meinung einiger Griechen nicht bleiben. Jeden Abend ertönt laute Musik aus dem Gelände, für morgen Abend ist eine Demonstration am Omoniaplatz angekündigt. Das wäre wieder eine passende Gelegenheit für kleinere Ausschreitungen. Auf jeden Fall seien weitere Kämpfe vor dem Wochenende zu erwarten.
In einem Laden in Exarchia erzählte ich einem Verkäufer, dass ich direkt von meinem Balkon die Gefechte zwischen Polizei verfolgen kann. Der junge Mann, etwa in meinem Alter, berichtet, dass er am letzten Samstag selbst auf der Straße war, und : „Die Kämpfe sind gut. Das ist die einzige Möglichkeit zu zeigen, dass uns die Politik in Griechenland nicht passt. Die Politiker sind hier alle korrupt, nicht so wie in Deutschland. Wirf das nächste Mal ein paar Orangen oder Flaschen nach der Polizei.“
Bis es wieder losgeht, bleibt es ruhig im Innenhof der Politechnio. Eine Griechin, die in den letzten Tagen das Gelände zweimal betrat, berichtet davon, dass sie nur ungefähr 20 vermummte Gestalten, ca. 20 Jahre alt, gesehen habe, und diese ihr nicht wie Studenten. In einem Raum habe sie beobachtet, wie mehrere Zigeuner Molotowcocktails anrührten, während deren Kinder über das Gelände liefen.

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4 Kommentare

Eingeordnet unter Athen

4 Antworten zu “Aufräumarbeiten

  1. hdfhfh

    was schreibst du für ein blödsinn? der gute deutsche musste sich wieder ein paar rasssistische vorurteile bestätigen lassen oder was? Zigeuner die mollis machen während ihre kinder rumlaufen….geeenau.
    und wie sollen, deine meinung nach, studenten aussehen? gibt es ein uniform?
    deine berichte waren bis jetzt nicht schlecht, aber sowas sollte nicht unkommentiert bleiben.

  2. timur

    klar, habe den raum selbst beim anmischen betreten, auch am tag danach die benzinlache begutachtet…mach(t)en die im ersten stock sitenflügel..

    ja, thomas schad, dass es ausklingt, wa?
    kaum hat man sich dran gewöhnt, verderben dutzende deeskalierer die eksairetiki geusi tis athinas..
    nix erreicht, aber erstmal zu mama in die ferien fahren. die politisierung wird durch das relaxte verhalten der griechen hier wieder wettgemacht.
    so endlich mal nen kommentar. 😉

  3. kiosk77

    Die gesagte „RUHE VOR DEM STURM?“ODER WIE KANN MAN DAS SAGEN?

  4. Anwohner

    Ueber den Begriff Zigeuner kann man natuerlich streiten, aber ich kann es mir durchaus vorstellen.

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